Von Plänen und deren Nichtumsetzbarkeit

•November 6, 2009 • Kommentar schreiben

Gestern bin ich mitten in einer Friedensdemo gelandet. Eigentlich hatte ich mir die Fackelträger nur anschauen wollen, dachte auch, dass das der Grund war, weshalb wir nach Veszprém gegangen sind (das und Kaffeetrinken) und auf einmal stand ich in einer Reihe mit rund 200 anderen Menschen, die ein Peace-Zeichen formten, flackernde Fackeln in der Hand. Wenn ich hier eines in den letzten drei Wochen mehr als eindrücklich gelernt habe, dann ist es das, dass man planen und organisieren kann was man will, die Dinge kommen grundsätzlich anders heraus.

Bsp. 1: Budapest-Trip vorletztes Wochenende. Es hätte alles ziemlich einfach werden können. Natalie, eine deutsche Freiwillige aus Pécs, wollte freitags kommen, sodass wir dann samstags gemeinsam nach Budapest gefahren wären, um dort abends auf eine Climate Change Party in einem Thermalbad zu gehen und bei Vera, einer serbischen Freiwilligen zu übernachten. Leider erfuhr ich viel zu spät von Natalies geänderten Plänen. Mein Mentor konnte mich glücklicherweise schon donnerstags nach Budapest mitnehmen, jetzt musste ich innerhalb von wenigen Stunden noch eine andere Schlafgelegenheit für Piroska und mich finden. Ich maile und simse also wie eine verrückte durch die Gegend – vornehmlich an Vera, die mir aber nicht antwortet. Nachdem ich Donnerstag früh noch erfahre, dass Piroska Besuch von ihren Geschwistern am Wochenende erwartet – also gar nicht mit nach Budapest geht – schlittere ich in mein erstes Couchsurfing Abenteuer. Etwas unruhig, was denn da wohl auf mich zukommen mag, treffe ich Michelle am Donnerstag Nachmittag und bin sehr erleichtert. Wir verstehen uns auf Anhieb gut. In den nächsten drei Tagen entgehe ich in einem gemütlichen Coffeeheaven sitzend einem Aufmarsch der rechten Szene auf dem Déák Tér, treffe ich einen Hamzah, einen jordanischen Freiwilligen, erkunde Budapest auf eigene Faust (die Markthallen sind super!), unternehme etwas mit den anderen deutschen Freiwilligen, lerne einen verrückten Australier kennen, der für den Kampf gegen den Klimawandel von Australien nach Kopenhagen radelt (im Dezember finden dort die Verhandlungen für einen Nachfolgevertrag des Kyoto-Protokolls statt), treffe unglaublich viele deutsche auf der Climate Change Party, entdecke, dass Glühwein und 38C° sich nicht unbedingt vertragen und dass man im McDonalds ganz passabel Kaffee trinken kann. Sonntags geht es schließlich zurück nach Tótvázsony. Nach der Millionenmetropole Budapest kommt es mir etwas absurd vor in das kleine Städtchen zurückzukehren. Die ersten Tage der neuen Woche stolpere ich auch noch umher wie Falschgeld (und das trotz des wunderbar leckeren Abendessens am Sonntag-.-)

Bsp. 2: Die Halloween-Party und das Teehaus letztes Wochenende. Mein erstes Projekt lief mit vielen Vorbereitungen unter jeder Menge Spaß und Zuversicht an und endete in Stress und schlechter Laune. Grund dafür war dieser Projektor, den mir Chef 1 vorbei bringen wollte und dann erst um Viertel nach acht richtig anschloss. Leider begann die Party aber schon um acht. Der Projektor war aber wichtig, denn wir wollten damit Videos und einen alten Horrorfilm an die Wand projetzieren – das Highlight der Party. Leider kamen dann zu Beginn auch nur relativ weniger Leute und gegen Ende solche, die ich absolut nicht auf dieser Party habe sehen wollen: Schnappsleichen, Bierentführer, Sinnlos-Betrinker. Von der Halloweenparty ging es stressreich weiter in Runde zwei: dem Teehaus. Zunächst einmal konnte ich den Anfang meiner Präsentation nicht auf Ungarisch auswendig lernen, weil mir meine Lehrerin nicht die Übersetzung zugeschickt hatte (ihr Vater war krank geworden, wie ich später erfuhr). Mir fehlte dann auch die Zeit, um Tompis Übersetzung zu lernen. Dann war es wieder Chef 1, der nicht rechtzeitig da war, um sich um die Technik zu kümmern. Der Laptop wollte nicht so, wie er wollte, wir mussten meinen Laptop holen. Ich war unterdessen ziemlich schlecht gelaunt: gestresst, nervös, enttäuscht und an einer spontan über mich herein gebrochenen „Ich vermisse meinen Schatz ganz doll“-Welle leidend. Merkwürdigerweise besserte sich meine Laune während meines Vortrags zunehmend. Ich kannte diese rund dreißig Menschen nicht, die da vor mir hockten. Ich hätte nervös sein müssen, war es aber nicht. Ich genoss den Vortrag (vermutlich weil ich mich mit dem Lesens meiner ungarischen Einleitung zu Beginn schon zum Affen gemacht hatte und mein Vorrat somit aufgebraucht worden war). Mir tat es nur unglaublich Leid, dass Tünde nachher weinte; Gedemütigt durch Chef1ns wenig schmeichelhafter Art seine Ansichten in Befehlsform durchzusetzen und durch die Zwischenrufe einer Dame. Tünde spricht und versteht Deutsch supergut! Manchmal vergesse ich ganz, dass Deutsch für sie nur Fremdsprache ist. Und auch Piroska tat mir Leid, denn sie wurde ziemlich von Chef 1 durch die Gegend gehetzt. Das Freiwilligen-Dasein hat auch Nachteile. Man ist eine sehr billige Arbeitskraft…Ich kann es leider nicht so gut verbergen, wenn mir etwas nicht passt. Man merkt es mir an, wenn mich etwas nervt. Und dieses Gefühl, das mich dann durchströmt, verlässt mich auch dann nicht, wenn man mir den Grund für jene Aufgabe, jenes Verhalten erklärt oder sich bei mir entschuldigt. Es bleibt haften wie zäher Sirup. Manchmal fürchte ich mich etwas davor, dass ich mich in den verbleibenden acht Monaten irgendwann mit meinem Chef 1 in die Wolle bekommen könnte. Andererseits ist es glaube ich nicht schlecht, nicht immer brav wie ein Schäfchen zu sein. Mit seiner Befehlsgewohnten Art stößt er nämlich bei vielen auf Unmut. Und man kann nicht immer kompromisslos seine Ansichten durchsetzen wollen und dann böse auf andere sein, wenn diese Ansichten auf seine Art einfach nicht durchzusetzen sind.

Was ist nun aber der Grund für all diese sich verselbständigende Pläne. Es ist so was von banal: das meiste hängt nicht von uns allein, sondern auch von anderen Menschen und noch mehr Faktoren ab. Natürlich gibt es auch Ausgänge, die wir selbst verschulden. Heute Morgen zum Beispiel. Wie gewöhnlich stehe ich an diesem Freitag um7.45 Uhr auf. Hetze ins Bad, hetzte in die Küche, trinke etwas Warmes, richte mir mein Pausenbrot, springe nach oben, weil ich glaube nur noch fünf Minuten zu haben – und merke auf einmal, dass ja heute Freitag ist und ich nicht um 9 Dienstantritt habe, sondern erst um 10. Ziemlich doof, aber immerhin habe ich jetzt endlich Mal Gelegenheit, das nachzuholen, das ich in den letzten Wochen aus Faulheit immer vor mir her geschoben habe: Blog schreiben=) In diesem fleißigen Sinne: Lasst es heut am Freitag krachen, Leute!

Irgendwie eNgLiSH- inTeRNatIonAl

•Oktober 15, 2009 • 4 Kommentare

Schon einmal was von Hortobágy (Hortobadj) gehört? Nein? Ich bis zu diesem Wochenende auch nicht. Da war diese Stadt, die mitten in einem Nationalpark im Osten Ungarns, ca. 35 km von Debrecen entfernt, liegt, eine Stadt wie jede andere auch. Jetzt werde ich damit in Zukunft Erinnerungen an ein mulitlaterales Treffen verbinden, dem ersten EVS Club.

Anderen Freiwilligen – den Eingeweihten;) – wird dieses Seminar eher unter dem Namen „On Arrival Training” geläufig sein. Im Endeffekt ist es aber dasselbe: Ein Haufen junger Leute aus allen Ecken Europas kommt für ein paar Tage zusammen, um Ungarn zu entdecken, Probleme anzusprechen und informiert zu werden. Sie alle verbindet eine Gemeinsamkeit: Sie leisten einen Europäischen Freiwilligendienst in Ungarn. Ohne es verherrlich zu wollen, die Erfahrung war klasse! Ich habe jetzt noch einen Englischhänger, weil ich fünf Tage fast ununterbrochen Englisch gesprochen habe. Da freut sich jeder Englischdozent. Wieder habe ich einmal festgestellt, wie wichtig gutes Englisch ist. Ohne hätte ich mich nie und nimmer so gut mit Senol aus der Türkei, Mario aus Spanien, Levi aus der Ukraine oder Vera aus Serbien unterhalten können.Man merkt schon jetzt das es ziemlich multikulti zug ing – jedoch nicht für alle. Die Spanier blieben weitestgehend unter sich, sprachen auch dann nur Spanisch ohne zu Übersetzen, wenn ein Nichtspanier unter ihnen saß. Das fand ich persönlich sehr schade.

Das Programm bestand im Großen und Ganzen aus Outdoor-activities, wie Treasure hunting (wir mussten als Gruppe eine Kutsche durch einen Slalom ziehen, mit einem Boot Flaschen einsammeln und mit einer well, einer Wasserpumpe aus einem alten traditionellen Brunnen, Wasser schöpfen – das war Mal anstrengend!), Handarbeit (wobei Holz, Glas, Stoff und Leder zur Auswahl standen), zwei Museen (zum Nationalpak und der Hirtentradition Ungarns), einer Fahrradrally durch die Puszta und einer Kutschfahrt durch die Puszta mit anschließendem „Reiten”. Abends kam die Gruppe dann mehr oder minder vollständig zu einem Lagefeuer zusammen, bei dem es heißen Wein, Gesang und Gespräche gab. Einige machten auch feuchtfröhliche Abstecher in das Pub. Ich persönlich fühlte mich in der Gruppe relativ schnell wohl. Andererseits war ich ständig unter Dampf. Es liegt mir nicht fünf Tage am Stück kaum Rückzugsmöglichkeiten zu haben. Vor allem abends war ich müde, sodass ich eher schweigsam war – was mir dann wieder Unmut brachte, weil ich mich unterhalten wollte. Erwähnenswert sind wohl noch die Eintagsfliegen, die zuweilen bei solchen Seminaren ihren Dienst aufnehmen. Aja, das war ein Insider=)

Während ich mit der Truppe sehr zufrieden war, sammelte das Hotel Minuspunkte. Jetzt wird wohl jeder denken: Ha! Typisch Deutsche – kommt nicht mit bescheideneren Umständen klar. Hätte ich damit ein Problem, hätte ich nicht diesen Freiwilligendienst antreten dürfen. Nein, ich habe nicht mit einem Vier-Sterne-Hotel gerechnet. Aber ich finde dann doch, dass Hotels eine gewisse Sauberkeit aufweisen sollten und daran haperte es hier meier Meinung nach. Anders als viele meiner Kollegen, fand ich das Essen dagegen nicht so schlimm. Es war typisch ungarisch fettig, aber sonst vollkommen in Ordnung. Ich war total begeistert, dass nicht zwei Mal am Tag Fleisch aufgetischt wurde.

Auf der Heimfahrt haben Piroska, meine Mitbewohnerin, und ich auf dem Bahnhof von Debrecen dann noch Leander aufgegabelt. Er ist 22, Philipino, hat aber zwei Jahre in Thailand gelebt und ist jetzt nach Rumänien gekommen, um dort Medizin zu studieren. Er hat ein paar Freunde in Ungarn besucht und durfte dann nicht mehr nach Rumänien ausreisen, weil er kein Visum für Ungarn hatte. Statt nach Hause zu kommen, hat man den armen Kerl im Gefängnis festgesetzt. Als wir ihn treffen ist er gerade auf dem Weg nach Budapest und schließt sich uns an. Während der Zug, ein scheinbar etwas älteres Modell, gen Hauptstadt rattert unterhalte ich mich ein wenig mit ihm. Die Geschichte wird aber dann doch etwas kompliziert. Man hat ihm nämlich angeboten im Konsulat zu übernachten. Nur leider wissen wir nicht so genau, an welchem Bahnhof wir überhaupt ankommen. Ich telefoniere also mit dem Konsulatsmenschen und es stellt sich heraus, dass dieser Kerl Deutsch-Ungar ist. Sehr lustig. Weniger lustig ist dann aber, dass wir am falschen Bahnhof landen. Nachdem wir eine halbe Stunde in der Kälte warten – plötzlicher Wintereinbruch – und ich meinen halben Kaffee verschüttet habe (es ist schon 19 Uhr), wendet sich aber trotzdem alles zum Guten und wir liefern Leander bei einem Barnabas ab. Wir selbst brauchen dann noch fast drei Stunden, bis wir zuhause sind (leider waren die Toilettenhäuser auf der Busstrecke Budapest/ Pécs alle zu, sodass wir noch ein echtes Naturerlebniss in der Kälte hatten). In solchen Momenten liebe ich es eine Freiwillige zu sein. Man trifft ganz unerwartet Leute, hört die unglaublichsten Geschichten und sammelt Erfahrungen und Eindrücke. Mein Fazit des ersten EVS Clubs ist daher rundherum sehr positiv. Ich freue mich schon auf Natalies Besuch und den gemeinsamen Abstecher nach Budapest zu Vera und der Climate Change Party. Wird bestimmt klasse! Und ich freue mich auch darauf die anderen zu besuchen – und hoffe, dass wir es auch schaffen, in Kontakt zu bleiben….

Dreierlei

•Oktober 7, 2009 • 2 Kommentare

Küchen 1×1 – Das Bekenntnis

So, ich habe mich ins Wohnzimmer verzogen, weil bei meiner Mitbewohnerin gerade wieder Besuch da ist – ich weiß ja nicht, wie rumänische Mädels und ungarische Jungs miteinander flirten, aber in dem Zimmer wird ganz schön gekichert und gepoltert=). Ich dachte also, ich suche mir eine ruhige Ecke, um die Ereignisse der letzten Tage zu beleuchten und mir dabei eine leckere Tasse Droge – äh, Kakao zu gönnen. Das wollte ich eigentlich schon gestern tun. Ich hatte mir schon Milch in die Tasse gekippt und ein paar Löffel Kaba dazugegeben, freute mich innerlich schon wie ein Kind darauf, meine Lippen näherten sich dem Tassenrand, öffneten sich und – die Milch war sauer. Schade. Die Milch landete samt dem Kaba im Ausguss. Das liebe Küchen 1×1…Wenn man erst einmal komplett auf sich gestellt ist, fallen einem auf einmal Dinge auf, wofür man vorher einfach kein Auge hatte. Zum Beispiel die Flecken auf dem Wasserhahn. Oder die Krümel auf dem Herd. Oder die braunen Stellen auf dem Abtrockentuch. Sorry Ma, aber ich war das immer, die sich die Finger an den Abtrockentüchern abgewischt und die Feuchtigkeit auf dem Boden immer mit den Socken weggewischt hat. Ich habe auch immer großzügig die Milchflecken auf der Kühlschranktür übersehen – und Cornflakeskrümel landeten irgendwie immer auf dem Boden.

Natürlich ist das deutsche Übergenauigkeit. Hier ticken die Uhren etwas anders. Ich gebe mir also die größte Mühe die deutsche Exaktheit nicht Überhand gewinnen zu lassen: Heute habe ich zum Beispiel die Küche unter Kabastaub gesetzt, als ich den Kakao in eine Tüte umfüllte. Roch wirklich wunderbar. Roch nach Heimat. Inzwischen ist der Kaba auch in meinem Magen und die zwei Turteltauben zurück von der Zigarettenpause. Ich könnte das Küchen 1×1 jetzt natürlich mit dem Wasch 1×1 und der „Welches bunte Mittelchen nehme ich für die Toilette und welches für den Boden“- Frage fortsetzen, aber ich fürchte, dass ihr mir da draußen dann einschlaft. Das wiederum ist nicht sehr förderlich für einen Blog, der doch bitte gern gelesen werden will, auch wenn er immer behauptet, dass ihm das Schnurz ist.

Weinfest

Also Sonntag. Sonntag war Weinlesefest hier in Tótvázsony, auf Ungarisch heißt Weinlese „szüred“. Das klingt jetzt nach Oktobersonne, Wein, Traubensaft, heißen Maronen und Trauben. Klingt richtig – war es aber nicht für mich. Für mich bedeutete es Arbeit, zuweilen auch hektische Arbeit, denn ich wurde ziemlich hin und her gescheucht. Sobald ich einen Moment still stand, wies mich mein Chef darauf hin, ich solle doch Bilder machen. Am Ende waren das 437 in drei Stunden. Macht etwas mehr als 100 Bilder pro Stunde und mehr als ein Bild pro Minute. So viel zur Statistik. Leider fand ich etwa 80% der Bilder auch nicht wirklich gelungen. Aber davon einmal abgesehen, war das Fest wirklich super! Ich habe Anikó und ihre Schwester getroffen und Mariann, Enikö, Tünde, Istvan und Lobo (,dem ich nach meinem jüngsten Pálinka- Erlebnis aber wohlweißlich etwas aus dem Weg gegangen bin – ich rede immer etwas zu viel, wenn ich nicht mehr ganz nüchtern bin). Auch das Programm war für so eine kleine Stadt nicht schlecht: ein kleines Theaterstück (,das ich leider nicht verstanden habe), eine Gruppe mit ungarischen Volkstänzen und schließlich noch eine kleine Wein- und Marmeladenauktion. Natürlich habe ich auch wieder kräftig probiert*hehe*. Toastbrot mit Schmalz, Tomaten und Salz; Palatschinken mit selbstgemachter Hagebuttenmarmelade, heiße Maronen (,die wir am Freitag noch selbst im Wald zusammengesucht haben) und den besten weißen Glühwein, den ich jemals getrunken habe. Wirklich sehr lecker. Allerdings war ich am Ende des Tages so müde, dass ich um 21 Uhr ins Bett bin und bis morgens um halb neun geschlafen habe – fast 12 Stunden. Mich konnte nicht mal mehr Spiderman III wach halten. Ungarn ist anstrengend.

Momente wie diese

Von einem lustigen Montagabend im Nationalitätenclub, bei dem ich nicht nur „Im Böhmerwald“ und „Morgen will mein Schatz verreisen“ sang, sondern auch die große Ehre erhielt, als „fiú“ (Junge, Mann) einen ungarischen Volkstanz zu lernen und sogleich zu einem Auftritt am Sonntag zu einem „Tag für ältere Leute“ eingeladen wurde, lande ich schließlich heute Mittag bei einem Pferdestall in der ungarischen Pampa. Ich warte auf Csábá batschi, meinen Reitlehrer, der sich eigentlich um „half past five and today“ mit mir treffen wollte. Der bereits oben genannten deutschen Übergenauigkeit und Pünktlichkeit folgend, bin ich bereits fünf Minuten früher da, setze mich auf den Gepäckträger meines super tollen roten Damenfahrrads, bei dem die Gänge irgendwie hacken – oder ich zu doof bin, um die Schaltung zu verstehen – ,strecke die Nase in die Oktobersonne und warte auf Csábá batschi. Es ist einer jener Momente, in der die Welt auf einen ganz kleinen Teil zusammen schrumpft und sich alles bei ein selbst konzentriert. Die Sonne steht tief und bescheint ein weites braun-goldenes Land. Beige Maisstauden, dunkle, umgeackerte Erde, die sich am Horizont zu einem niedrigen Berg emporschwingt. Ein Schwarm weißer Vögel fliegt darüber hinweg. Dazwischen die Straße zwischen Veszprem und Nagyvázsony. Rechts im Bild erheben sich dunkel bewaldete Ausläufer des Bakonygebirges mit einem Fernsehturm. In meiner Nähe blökt eine Herde Schafe, hinter mir befindet sich der Pferdestall. Ungarn ist ein herrliches Land. Ich fühle mich ruhig, wohl. In diesem Moment passt alles. Was macht es bei so einem wunderbaren Bild schon, dass Csábá batschi auch noch nach zwanzig Minuten auf sich warten lässt?! Allein schon für diese herrliche Atmosphäre hat es sich gelohnt sich mit dem Drahtesel in halsbrecherischem Tempo die Straße hinunter zu stürzen. Schließlich nehme ich mein rotes Damenrad und mache mich auf den Heimweg, um dabei noch ein paar Walnüsse zu sammeln, die überall am Wegesrand liegen.

Großfamilie

•Oktober 7, 2009 • Kommentar schreiben

Wenn mich jemand Zuhause gefragt hätte, ob ich an einem Samstagmorgen um acht Uhr bei der Weinlese mithelfen möchte, hätte ich ihn vermutlich für verrückt erklärt und lächelnd abgelehnt. Hier ist dagegen sehr vieles anders. Hier in Ungarn stehe ich extra um 7.15 Uhr auf, um an einem wunderschön sonnigen Samstagmorgen einer Großfamilie, bestehend aus acht Einzelfamilien, von denen sechs hier in Tótvázsony leben, Chef 1 Szilárd und Chef 2 Fecó gehören auch zu dieser Großfamilie, bei dem Abernten ihrer Weinreben zu helfen. Und ich bin noch verdammt müde. Verglichen mit der ersten Woche war die zweite nicht nur wesentlich besser, gesellschaftlicher, geschäftiger, sondern auch anstrengender. Ich habe immer noch Muskelkater vom Reiten und weil die Hühner hinterm Haus und das Licht mich jeden Morgen zwischen sieben und acht Uhr wecken, nützt es mir wenig, dass ich letzte Woche meistens erst um zehn Uhr habe anfangen müssen. Dennoch schaffe ich es tatsächlich aus dem Bett heraus und pünktlich vor die Haustür. Wir müssen ein wenig ins Hinterland fahren. Dort gibt es Unmengen an Gärten und kleine Grundstücke, auf denen Weinreben wachsen. Über einen verwaschenen Naturweg mit Unmengen an Schlaglöchern und einem Berg, bei dem ich schon glaube, jetzt gibt das Auto gleich seinen letzten verbliebenen Hauch an Leben auf, gelangen wir schließlich zum Grundstück der Szendreis und der anderen Familienteile. Die Reben sind schwer behangen und wir haben jede Menge zu tun. Ich arbeite zusammen mit Marcsi (sie heißt eigentllich Maria). Sie ist Szilárds Frau und wird im Dezember ihr erstes Kind bekommen. Entsprechend rund ist ihr Bauch. Sie ist eine ganz liebe und war selbst schon ein paar Mal in Deutschland. Auch schon Mal ein ganzes Jahr am Stück. Ich habe daher das Gefühl eine Verbündete in ihr zu haben. Und das tut gut. Irgendwann zwischendurch gibt es Frühstück. Für mich ist es bereits das zweite, aber wesentlich leckerere. Es gibt selbstgemachte, ungarische Wurst. Die bisherigen Fleischprodukte, die ich aus Ungarn probiert habe, haben stets extrem nach Schwein geschmeckt. Aber diese Paprika-Schwein-Bauernwurst war einfach genial. Dazu gibt es wie bei allen Mahlzeiten Kuchen. Unser Mahl wird begleitet von riesigen Vogelschwärmen, die mindestens 500 Tiere umfassen. Szilárd erzählt, dass diese Vogelschwärme sehr gefährlich für die Weinreben und auch das Obst sind, weil sie alles abfressen. Ich lerne auch, dass man aus einem Kilo Trauben etwa 0,6 Liter Most gewinnen kann. Wir brauchen ziemlich lange, bis wir alle Trauben abgeerntet haben. Um 13.15 Uhr geht es zurück nach Tótvázsony, zu Szilárds Haus. Mittagessen. Im Garten auf einer Plane liegen Unmengen von Trauben, die Ausbeute des Tages. In einem kleinen steinernen, tiefer gelegten Keller, werden die Trauben bereits von Familienangehörigen, einer davon ist Antonio, mithilfe von einer Maschine zerstampft und gepresst, um Most zu erhalten (der Saft schmeckt wunderbar). Ich probiere das erste Mal Lamm und ein altes schwäbisches Kartoffelrezept: Kartoffeln abkochen, zusammen mit Mehl zerstampfen. In einer gesonderten Pfanne kleine Zwiebeln anbraten. Salz und Pfeffer in die Kartoffel-Mehl-Masse. Mit Löffeln Eier aus der Masse formen und in der Pfanne herausbacken. Schmeckt echt super! Auch das Lamm war total lecker – aber eigentlich hatte ich es eher auf Weißbrot mit Paprika-Schwein-Bauernwurst abgesehen;). Der Mittag in der Familie tat mir wirklich sehr gut. Ich habe mich überraschend wohlgefühlt, was vielleicht auch daran lag, dass Tünde und Thompi (Thomas(ch)) gut Deutsch sprechen. Das eine oder andere beginne ich auch auf Ungarisch zu verstehen. Thomi ist etwas verrückt. Manchmal finde ich es komisch, dass ein 24-jähriger auf Digimon steht, aber gut. Er ist auf jeden Fall ein lieber und er bringt mir ungarische Wörter bei. Ich freue mich auch auf heute Abend. Im Jugendraum gibt es ein kleines Zusammenkommen. Das bedeutet eine neue Gelegenheit für Kontakte=) Soviel im Moment zu mir, live aus Ungarn! Die Rezeptsuche wartet noch auf mich;)

Der erste Oktober

•Oktober 7, 2009 • Kommentar schreiben

„Vertraue den Busfahrern einfach, dass sie dich sicher an dein Ziel bringen“, das hatte Simon noch in beruhigendem Tonfall auf meinem Abschiedsgrillfest zu mir gesagt. Inzwischen habe ich die ungarischen Fahrkünste am eigenen Leib erfahren.

Das Datum dieses Donnerstags, der erste Oktober, ist bezeichnend. Vieles an diesem Tag war das erste Mal. Mein erster Besuch bei Marie in Nagyvázsony (Nodwaschon), meine erste Busfahrt, mein erster Regen in Ungarn, meine erste nächtlich Busfahrt, mein erstes ungarisches Gewitter, das erste Mal, dass ein Blitz unweit von mir entfernt eingeschlagen ist. Was sich nun so dramatisch anhört, beginnt eigentlich sehr unspektakulär damit, dass ich nach Nagyvázsony fahre, um mich mit Marie zu treffen. Marie ist Französin und wie ich Freiwillige in Ungarn. Ihre Mitbewohnerin, Funny, ist ebenfalls Französin. In meiner Anwesenheit sprechen aber auch sie Englisch miteinander. Ich bin in dreierlei Hinsicht von dieser Begegnung überrascht. Erstens will die große blonde, kurzhaarige Frau einfach nicht zu dem quirligen französischen Mädel passen, dass ich mir auf Grundlage ihrer Stimme vorgestellt habe. Zweitens scheint es hinsichtlich der Unterkünfte der Freiwillige sehr extreme Unterschiede zu geben. Maries und Funnys Unterkunft besteht im Grunde aus drei Räumen. Im Wohnzimmer schläft Marie, im Esszimmer Funny. Dazwischen gibt es eine kleine Küche, die nicht einmal einen eigenen Raum darstellt. Und dann ist da noch ein Bad mit Toilette. Wenn ich da an meine Unterkunft denke, komme ich mir vor, wie eine Prinzessin im Palast. Nicht vergleichbar. Und schließlich Drittens, und das finde ich sogar fast erschütternd, habe ich den Eindruck, sie ist von ihrem Projekt maßlos enttäuscht. Sie fühlt sich über den Tisch gezogen, weil ihre Organisation ihnen nur ein Mindestmaß an dem Geld auszahlt – und den Rest wohl zurückbehält. Zusätzlich gibt es keine Arbeit. Marie erscheint mir nicht als ein Mensch, der die Hände in den Schoß legt, und auf Arbeit wartet. In den Mails, die wir zuvor austauschten, war sie voller Tatendrang. Nachdem die beiden Mädchen mir Nagyvázsony gezeigt haben – also die Burgruine vor ihrer Tür, den Friedhof und die alte Abteiruine, trinken wir noch eine Tasse Tee in Funnys Schlafzimmer. Ich frage Marie: „The do you think the european money is lost money“ Und sie antwortet, die Worte abwägend „there´s is a lot of waste. In one project there was a man, who wanted ten voulnteersbecause of the money, altough there were no work….” Was ich selbst dazu denke? Die EU hat sehr viel Geld. Ich persönlich finde solche Freiwilligendienste sehr gut – klar, sonst würde ich nicht selbst an einem teilnehmen – aber das viele Geld bringt es auch mit sich, dass es allzu sorglos verteilt wird. Auch an Projekte, die gar nicht genug Arbeit haben, um einen Freiwilligen zu beschäftigen. Ich finde, hier sollte mehr Prüfung stattfinden. Auch diesbezüglich, dass das Geld beim Freiwilligen ankommt. Generell finde ich auch die Rolle der Entsendeorganisation zunehmend als dubios. Genau diese sollte sich nämlich in solchen Fällen einmischen. Nur irgendwie verschwindet die Entsendeorganisation spätestens nach der Ausreise aus dem Leben des Freiwilligen – und scheint auch nicht mehr so ganz daran interessiert zu sein. Dabei kann so ein Freiwilliger auch für die Entsendeorganisation von Nutzen sein!

Wir müssen uns dann auch etwas beeilen, um zum Bus zurück zu kommen. Und nicht nur wegen des Gewitters, das draußen langsam aufzieht und mit grellen Blitzen den nächtlichen Himmel über der Burgruine erhellt. Bis ich den Bus erreiche, regnet es bereits.

Regel Nummer 1 im Bus 1×1: In einen Bus einsteigen darfst du – nur wieder aussteigen darfst du nicht. Ich komme mir schon etwas merkwürdig vor, wie ich da so dasitze in meinem schwarzen Abitendo Pulver und mit nassen Socken. Neben mir macht es leise Plop, Plop, Plop. Der Bus ist undicht. Draußen regnet es in Strömen, durch die Windschutzscheibe sieht man nicht mal mehr die Straße. Egal, der Busfahrer fährt unter einer Baumallee mit 80 Sachen durch die Nacht. Rechts von mir auf einem Feld sprühen auf einmal helle Funken auf, der Donner grollt dunkel. Die anderen Insassen schrecken zusammen. Der Busfahrer rast weiterhin. Inzwischen hat zum Glück der Scheibenwischer wieder seinen Dienst aufgenommen. Jetzt habe ich nur noch ein Problem: Wo bin ich? Wo muss ich rauß? Ich habe keine Ahnung, denn Städte sehen bei Nacht und insbesondere in gewittrigen Nächten irgendwie alle gleich aus. Mein Handy klingelt. „Felix Zuhause“ steht auf dem Display. „Ja?“ Meine Ma meldet sich am anderen Ende. „Hey Ma, du kannst du vielleicht nachher nochmals anrufen?“, Die ältere Frau vor mir wendet sich überrascht um, als ich Deutsch spreche und rutscht auf ihrem Sitz hin und her. „Ich sitze nämlich gerade im Bus und habe keine Ahnung, wo ich gerade bin.“ Erstaunlicherweise höre ich nicht, dass sie mit Putzen anfängt, wie sie es immer tut, wenn sie sich maßlos Sorgen macht. Sie reagiert sogar überraschend gelassen und sagt „Klar!“

Vielleicht zehn Minuten später huscht das Schild von „Tótvázsony“ vorbei. Ich atme erleichtert durch. Die Konditorei kommt in Sicht und ich möchte aussteigen. Also drücke ich den grünen Knopf, um die Tür zu öffnen. Geht aber nicht. Gut dann, eben vorne. Ein Eimer mit einem Wischmopp darin versperrt mir den Weg. Super. Was nun? Ich spüre leichte Nervosität in mir aufsteigen. Ich tue, was ich in solchen Momenten immer tue: Ich frage einen jungen Kerl, der freundlicherweise einmal etwas durch den ganzen Bus zum Fahrer durchschreit. Mist, schon wieder als Ausländer geoutet-.-„….Aber endlich gehen die Türen auf und ich werde in die Freiheit entlassen.

Anders gedacht…

•Oktober 1, 2009 • 2 Kommentare

„Honig“ stand ganz oben auf meiner Einkaufsliste, dass ich aber so schnell daran kommen würde, hatte ich nicht gedacht. Nun ja, eigentlich hatte ich mir auch mein erstes Wochenende in Ungarn etwas anders vorgestellt.

Man könnte sagen, ich habe mir die Decke meines Zimmers etwas genauer angesehen. Sie ist wirklich makellos bis auf diesen einen großen Riss, der sich von ganz unten der Schräge bis ganz nach oben zur Balkenkonstruktion zieht. Das war mir aber ehrlich gesagt herzlich egal. Ich war nämlich krank und lag mit 39°C Fieber im Bett. Absolute Bettruhe Antibiotika, zwei unterschiedliche Teesorten, Vitamintabletten, Schmerztabletten und Calcium – so viel habe ich in Deutschland noch nie verschrieben bekommen. Hach, hätte da nun meine Betreuerin Astrid vom Ausreiseseminar gesagt, mach dir nix drauß – bist ja über die AXA versichert. Se Card sei Dank, was;)…Ich fand das aber am Wochenende wirklich nicht witzig. Man muss nämlich wissen, dass die Ungarn bereits 37°C für Fieber halten. Ergo bedeuten 39°C Fieber, dass du kurz davor bist zu sterben. Das war ich nicht. Zumindest nicht vor Fieber, eher vor Langeweile. Und dabei habe ich echt viel geschlafen. Ich musste mich auch nicht um sonderlich viel kümmern. Mein Chef Zwei, Fecó, und Anikó mutierten zu so etwas wie eine Ma aus zwei Hälften und kümmerten sich total lieb um mich. Anikó Ma kochte sogar für mich (was mein Magen zum dem Zeitpunkt nicht ganz so prickelnd fand) und auch Piroska, meine Mitbewohnerin, kochte einmal für mich und brachte mir einen Apfel zur Aufmunterung. Wer mich kennt, weiß, ich liiiiieeeeebe Äpfel.

Tja, inzwischen geht es mir wieder ganz gut. Hin und wieder wird es mir noch schwindlig und ich muss mich setzen, um nicht gleich umzukippen. Wie heute Morgen zum Beispiel. Wir bekamen von Szilard, Chef Eins, eine Einführung in die Handhabung der Kamera. Also einer richtigen Kamera, nicht so einer Digicam. Eine Stunde war etwas zu viel stehen für mich. Im nachhinein bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich besser war, sich hinzusetzen, denn meine beiden Chefs waren sofort alarmiert. Ich dachte schon, dass sie mich jetzt gleich wieder zurück ins Appartement schicken, aber ich konnte sie davon überzeugen, dass es mir gut geht, dass ich aber einfach noch etwas vom Fieber geschwächt bin. Als Ergebnis brachte mir Fecó sogleich ein ganzes Glas Schwarzen Tees – zur Belebung. Meine Geschmacksnerven waren vorher schon nicht die besten…aber jetzt- ich glaube, jetzt habe ich gar keine mehr. Einmal vom Ableben meines Geschmackssinns abgesehen, geht es mir aber gut. So gut, dass ich bereits am Montag wieder die Mission „Integration- Finde Freunde!“ in Angriff nahm. Nach dem Wochenende war ich nämlich hinsichtlich meines Heimwehs und eines furchtbaren Gefühls der Einsamkeit schwer gebeutelt (und das, obwohl meine zweigeteilte Ma des Öfteren Mal vorbeischaute) und musste etwas für mein soziales Leben tun. Also besuchte ich den Nationalitätenclub. Im Großen und Ganzen handelt es sich dabei um eine Gruppe älterer Ungarn-Deutscher, die sich regelmäßig treffen, um zusammen Wein zu trinken und volkstümliche Lieder zu singen. Mariann, eine Bekannte in meinem Alter, begleitet sie immer auf dem Akkordeon. Zugegebenermaßen ist das nicht unbedingt mein Klientel. Andererseits soll man ja aber für alles offen sein. Das ist zugegebenermaßen ein recht laues Argument, deshalb habe ich ja auch andere=)

  1. „Irgendeine“ Gesellschaft ist immer besser als gar keine
  2. Als EVSler habe ich die Pflicht mich zum Wohle der Gemeinde einzubringen
  3. Durch die teils ungarischen, teils deutschen Liedtexte kann ich zum einen an meinem Ungarisch feilen, zum anderen deutsche Kultur weiter pflegen
  4. Ich habe einen Tisch voller muttersprachlicher Nachhilfelehrer
  5. Singen macht Spaß.

Ich finde dann doch, dass die Pro-Argumente deutlich überwiegen und werde also wieder nächsten Montag hingehen – was besseres habe ich schließlich nicht zu tun. Das ist aber natürlich nicht der einzige Kontakt, den ich diese Woche geknüpft habe. Gestern musste ich nach der Arbeit noch Flyer für den Jugendclub austeilen, weil der am Sonntag ein Weinlesefest ausrichten wird – bei dem ich fotografieren werde*freu*!. Unterstützung erhielt ich dabei von Tüde, einer vierundzwanzig-jährigen jungen Frau mit wunderschönen roten Locken. Meine Freundin kohakuchan würde bei dem Anblick der roten Haare vermutlich laut aufquietschen vor Begeisterung. Wir haben uns so gut verstanden, vermutlich auch deshalb, weil ich sie das eine oder andere Mal vor wildgewordenen Wachhunden bewahrt habe, dass sie mich gleich zu einem „Junge-Leute-Treff“ am Samstagabend eingeladen hat.

Mit den Tieren ist das hier übrigens so eine Sache. Es erinnert mich etwas an die Tierhaltungsmentalität der Spanier. Hier gibt es extrem viele Hunde und Katzen. Die Katzen sind meistens klein und putzig, selbst die erwachsenen Katzen. Die Hunde dagegen sind weniger klein und noch weniger putzig. Das habe ich heute wieder beim Fotografieren gemerkt. Ich hatte die Aufgabe Bilder zu den Themen „Stand des Baus des neuen Kindergartengebäudes“ und „Herbst in Tótvázsony“ zu machen und bin mehr als einmal erschrocken, als da auf einmal so ein Riesen Tier an das Gatter heran gedonnert ist und mich wie wild angekläfft hat. Ich bin mit einem Hund aufgewachsen und bin diesbezüglich eigentlich nicht sehr schreckhaft, aber die Hunde sind hier nicht mehr ganz dicht. Wachhunde eben. Ich glaube nicht, dass sie die Grundstücke jemals verlassen. Zumindest habe ich hier noch nie jemand mit seinem Hund laufen sehen. Manche scheinen daher auch schon einen gewissen Schatten wegzuhaben. Sie rennen wie wild von der einen Seite des Tors zur anderen und prallen dabei beinnahe gegen mit dem Schädel gegen die Mauer. Neben den Hunden gibt es auch Hühner (direkt hinter dem Hotel ist ein ganzer Hühnerstall, der mich morgens immer nervt), Schafe und Pferde. Vor allem letzteres ist zu erwähnen. Ich hatte heute nämlich meine erste Reitstunde=). Das ist insofern bemerkenswert, dass ich Pferde eigentlich schon immer sehr gern hatte, es aber irgendwie nie in einen Reitstall geschafft habe. Jetzt, ganz fern der Heimat, scheint dieser Wunsch endlich in Erfüllung zu gehen. Und das für 2000 Forint die Stunde. Das sind umgerechnet etwa 8 Euro. Ich finde, da kann man sich echt nicht beschweren. Das Pony und ich passen auch ganz gut zusammen – wir sind beide Dickköpfe…Mit diesem letzten Satz grüße ich den lieben Serpentinenheizer, der sich jetzt vermutlich ausmalen wird, wie ich auf einem kleinen Rappen hocke, wir beide unseren eigen Willen durchsetzen wollend, und sich dabei königlich amüsiert. Gute Nacht=)

Eindrücke – Die Erste

•Oktober 1, 2009 • Kommentar schreiben

23.09.09„Nicht Weststandard“ – das denken die meisten, wenn sie Ungarn hören. Pferdekarren, breite massive Schädelformen und Straßen, die im Schlamm versinken. Mir hat sich Ungarn bisher als ein sehr bipolares Land gezeigt. Einmal als ein Land, in dem es durchaus noch Trabbis und offene Schweinelaster gibt, aber auch als ein Land, das schon viel modernisiert hat und dabei gleichzeitig durch seine Urtümlichkeit besticht.

Meine ersten Eindrücke Ungarns sammele ich bereits bei meiner Anreise. Alles ist weit und grün. Die goldgelben Felder, die mit Maisstauden abwechseln, fliegen förmlich vorbei, als wir unter den Kronen einer Baumallee gen Vesprém sausen – und prompt einen kleinen Zusammenstoß mit einem Laster voller Bauarbeiter haben (aber wir wissen ja, dass wir alle sicher über die AXA versichert sind;)). Nun ja, der Zusammenstoß ist insofern etwas makaber, da wir kurz zuvor an einem Schild mit der Aufschrift „Jó útat!“ vorbei gekommen sind, was soviel bedeutet wie „Gute Fahrt“. Wir stehen da auch eine ganze Weile, weil Chef 2 das natürlich erst noch regeln muss. Ich sitze also ganz arglos auf meinem Sitz, habe Kopfweh, wie die Tage davor auch, als tatsächlich ein typischer Westernlaster mit drei rosaroten Schweinchen auf der Lade vorbeihuscht, die Öhrchen im Fahrtwind wehend.

Von meiner künftigen Zuhause, sehe ich leider so gut wie gar nichts. Es ist nämlich schon „Kuh-Nacht“, wie es die Schwaben sagen würden. Ich sehe gerade noch so die holprige Straße, die sich zwischen Feldern entlang schlängelt. Eine Pampastraße=). Wer nun aber glaubt, Tótvázsony liege wirklich im Nirwana, den muss ich enttäuschen. Zwar ist Tótvázsony mit seinen 1.200 Einwohnern etwa 35x Mal kleiner, als meine Heimatstadt (und die hat auch gerade Mal 34.000 Einwohner), aber seine Lage ist sehr privilegiert. Wir haben hier in unmittelbarer Umgebung das Bakony-Gebirge, wir haben in 10 km Entfernung den Plattensee und wir haben Vesprém, die größte Stadt in der Gegend, 15 km entfernt. So sehe ich also heute nicht Tótvázsony (Totwaschon), aber dafür meine Unterkunft – und die ist wirklich klasse. Wir haben sogar eine Fritöse und so ein Stampf-Zerhack-Dingens-da-Gerät! Die Zimmer sind mit Holzboden belegt, eigentlich ist da oben alles aus Holz. Nachts ist es nur ziemlich kalt. Aber das hat nichts zu sagen, denn mir ist des nachts auch sehr sehr sehr heiß. Das Kalt-heiß wechselt, muss also an mir liegen. Aber ich bin auch nicht so ganz fit.

Am nächsten Morgen lerne ich dann Chef 1 kennen. Vier Worte: Putzig, Bär, putzig, Bär! Rein äußerlich ist er mit seinem schwarzen Rauschebart und den großen Pranken einfach zum knuddeln – was er selber wohl nicht so gern hört. Seine Frau Mardcsa (Mardscha – Verzeihung, falls die Schreibung nicht stimmen sollte, aber ich bin in letzter Zeit schon glücklich, wenn ich Namen einigermaßen verstehe und sie mir merken kann…) bekommt Dezember ihr erstes Kind. Chef 2 verkörpert dagegen schon eher den osteuropäischen Typ. Hohe, breite Wangen, dunkle, kleine Augen, schwarzer kurzer Pferdeschwanz – und heute läuft er in einem FC Barcelona Trikot durch die Gegend. Er ist ein ganz lieber. Ich glaube, ich habe ihn vorher das erste Mal in seinem Leben genötigt ein Bügeleisen und ein Bügelbrett zu kaufen. Wir sind da extra nach Vesprém gefahren, in den InterSpar. Hochmodern, sag ich euch! Es gibt einen C&A daneben, einen Takko, einen Intersport, eine Apotheke und neben vielen anderen auch so einen komischen Schweizer namens Charles. Ich wusste gar nicht, das Schweizer so heißen.

Aber ich springe schon wieder, denn natürlich machte ich am ersten Tag auch Bekanntschaft mit dem ungarischen Essen. Suppe mit Erbsen, Möhrchenstiften, Blumenkohl und Kraut mit saurer Sahne und Fleischklöpsen. Die Suppe war echt lecker, die Fleischklöpse auch, aber bei der Übermenge an Kraut stieg mein Geschmackssinn auf Rebellion um. Das ist insofern bemerkenswert, das ich absolut kein Gourmet bin und bis auf einige Ausnahmen eigentlich alles esse. Dennoch bin ich zuversichtlich. Nur weil mir das Kraut nicht schmeckt, heißt es ja nicht, dass ich das andere Essen auch nicht mag.

Mein letzter Eindruck, stammt von dem Platz, an dem ich gerade sitze. Das Appartement, das ich zusammen mit Piroska (Proschka) bewohne, gehört nämlich zu einem Hotel, das genau so neu und schön ist wie unsere Unterkunft, Im Moment sitze ich auf einer schnuckligen Holzbank in einem Arkadengang in der Sonne, um mich herum summen die Bienchen um die Rosensträucher, ein weißen Splitterbeet reicht als Einfahrt weit in den Hof hinein und wird von Blumenkästen gesäumt. In der Ferne sieht man eine Wiese mit weiteren Bänken, viele Bäume und einen echten Naturschwimmteich – so gar nicht klischeehaft, was?

Bakony Hotel

Bakony Hotel

Der Duft von Abschied

•September 22, 2009 • 2 Kommentare

Ich dachte immer, ich sei ein Mensch, dem Abschiede leicht fallen. Zumindest so leicht sie einem eben fallen können. Auch hatte ich nie größere Probleme mit Heimweh. Anrufe und SMS nach Hause waren stets eher sporadisch. Aber dieses Mal habe ich mich ganz fürchterlich in mir selbst geirrt.

Die Sonne lachte verschwenderisch am blauen, unverstellten Himmel. Es ist warm, kein Lüftcgen bewegt die sich allmählich bunt verfärbenden Blatter. Die ersten Vorboten des Herbstes. Und es riecht nach Abschied. In meinem Fall duftet er nach Wärme,Ernte, September und meinem Schatz. Ich muss es wissen, denn immerhin hing ich ihm ziemlich am Kragen und verhalte mich in einer Art und Weise, die dem ersten Satz dieses Textes gänzlich widerspricht. Es ist erstaunlich, dass ich überhaupt noch irgendetwas rieche, denn von der ganzen Heulerei ist meine ganze (nicht nur die halbe!) Nase verstopft. Ich möchte nun hier also als offizielles Fazit festhalten: Ich hasse Abschiede. Sind sind widerwärtige Monster, die aus der Ferne klein und leicht erscheinen – um dann im nächsten Moment über arglose reiwillige herzufallen. Keine zwei Stunden späfällt dieses Monster Abschiedikus wieder über mich her, als mich mein Pa in Dobel abliefert.

Mein Einstand in den den Freiwilligendienst ist so wenig ungarisch wie es überhaupt nur geht. Das einzig Ungarische sind die fünf Magyaren und der Pálinka (Schnaps). Der Rest ist deutsch. Schwarzwald, um genau zu sein. Dobel ist die Partnerstadt Tótvázsonys und Chef 2 ist gerade auf Besuch da. Ich werde mit ihm nach Ungarn zurückkehren.

Der Gasthof „Zur Linde”, in dem wir ungebracht sind, ist richtig urig (und man ahnt schon so ziemlich das Gegenteil von Ungarn). Die Balken geben ein echt schwarzwälderisches Knarren und Ächzen von sich, alles ist ein wenig klein und kalt, der Abfluss des Waschbeckens funktioniert nur in schwäbischer Gemütlichkeit und die Wände in der Toilette sind in einer original Schwarzwälder-Retro-Tapette gehalten – mit grünen und orangenen Punkten. Ich versorge mein Gepäck – ein (!!!) Rucksack – und es geht zurück zum Clubhaus der Dobler Sportsfreunde, wo wir auch den Abend verbringen werden. Dort lerne ich mein erstes ungarisches Schimpfwort und andere überlebensnotwendige Sätze wie „En nem tudom” (Ich weiß nicht), „egészégetre” (Auf die Gesundheit!), werde ein wenig Pálinka-gefestigt, unterhalte mich und bin unendlich dankbar für diese Ablenkung. Ich bin emotional doch etwas labil und jeder Gedanke an Zuhause treibt unweigerlich Monster Heimwehikus in meine Augen. Es ist der große Bruder von Abschiedikus. Er ist noch viel gemeiner als Abschiedikus. Das merke ich spätestens heute Morgen, als wir mit dem Auto gen Ungarn aufbrechen. Das Monster springt bei fast allem an. Der Firma Inovan, Bad Wildbad, Stuttgart-Autobahnschildern und LB-Kennzeichen und sogar bei Leibnitz-Vollkorn-Keksen. Ich schaffe es nicht einmal eine SMS am Stück zu schreiben, geschweige denn davon, eine zu lesen. Es ist wie ein gemeiner Virus, gegen den man einfach nicht immun wird. Tröstend ist da zumindest der Gedanke, das man erst etwas haben muss oder hatte, um es vermissen zu können. Demnach habe ich sehr viel. Außerdem gibt es ja noch diese alte Weisheit: „Man lernt erst schätzen was man hat, wenn man es nicht mehr hat.”

Nichtsdestotrotz, bin ich schon extrem gespannt auf Tótvázsony, vor allem auf meine Unterkunft; Nicht meine Heimat, aber mein neues Zuhause für neun Monate. Meine Gedanken auf das unmittelbar vor mir liegende zu lenken und mich damit zu beschäftigen ist meine zweite, äußerst erfolgreiche Ablenkungsstrategie (und so sollte es ja auch sein: nach vorn sehen, nach vorn sehen, nach vorn sehen!). Die erste besteht darin, sofort zu meinem Buch zu greifen und mich in den Buchstaben zu versenken, wenn Heimikus auch nur ganz zart anklopft. Und vielleicht, wer weiß…womöglich ist es bald auch ein ungarisches Buch. Optimistisch bleiben, ist hier wohl die einzige Devise.

Bilanz

•September 19, 2009 • Kommentar schreiben

Mir klebt das T-Shirt an der Haut und mein Schädel fühlt sich an, als bearbeite ihn jemand mit einem Presslufthammer. Nach anderthalb Wochen Hochspannung hat sich mein Körper gerächt. Heute, der Tag vor meiner Abreise, habe ich dann Mal zwei, drei Gänge zurückgeschalten. So sitze ich im Moment auf meinem Bett, den Laptop auf dem Schoss, eine Tasse Früchtetee auf meinem Nachttisch und nutze die Zeit, um einmal Bilanz zu ziehen und gleichzeitig einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Was meine To-Do-Liste betrifft, bin ich nach wie vor noch nicht ganz fertig. Unlängst wollte ich Mal wieder durch die Weiten der Blogwelt streifen und hier und da meinen Senf dazu abgeben. Auch wollte ich mich um jene Kommentare kümmern, die ich selbst noch nicht auf diesem Webblog beantwortet habe. Ferner wollte ich mir Gedanken über mögliche persönliche Projekte in der ungarischen Kommune machen. Ich denke, dass das wohl alles noch eine Weile wird warten müssen. Zumindest bis ich einmal angekommen und tatsächlich vollständig zur Ruhe gekommen bin. Im Moment fühle ich mich eher wie ein ruheloses Hüpfgummi. Dementsprechend bin ich auch wenig auf meine Abreise eingestimmt. Ich weiß zwar, dass ich morgen fahre und meine Familie dann für eine ziemlich lange Zeit nicht sehen werde, aber bewusst ist es mir irgendwie noch nicht so ganz. Neun Monate sind eine Zahl. Nur ganz selten brechen die „gefühlten“ neun Monate durch. Und das fühlt sich dann auch ziemlich traurig an. Selbst am Donnerstagabend, bei meinem Abschiedsgrillen hatte ich eher das Gefühl „irgendein“ Fest zu feiern und nicht unbedingt einen Abschied. Der Abend an sich war wirklich schön. Wir waren mehr Leute als erwartet und hatten daher ein paar Engpässe hinsichtlich Tellern und Gabeln. Aber glücklicherweise war ja meine Oma da und hat gern ausgeholfen. An dieser Stelle, ein großes DANKESCHÖN! Natürlich auch an all jene, die da waren. Ich fands echt klasse und hatte auch den Eindruck, dass es auch meinen Gästen gut gefallen hat. Und das, obwohl wir nicht im Garten, wie ursprünglich geplant, gefeiert haben, sondern in der muffigen Lagergarage meines Vaters. Ich glaube, wenn ich denn Mal in Ungarn angekommen bin, werde ich ganz viele Menschen ganz schnell vermissen.

Inzwischen habe ich es auch geschafft zu packen. Ich war wirklich überrascht, dass ich nur zwei Taschen – okay, es waren große Taschen – gebraucht habe. Die Klamottenberge in meinem Zimmer waren nämlich nicht gerade klein. Ich bin nun also bestens ausgerüstet für meinen Freiwilligendienst. Jetzt hoffe ich nur noch, dass sich meine Gesundheit wieder fängt. Immerhin hat jetzt die Medizin gegriffen und ich strahle nicht mehr wie ein Heizkörper Hitze aus. Dafür klebt das T-Shirt immer noch^^“….

Der nächste Beitrag kommt dann direkt aus Ungarn.

Ausreiseseminar

•September 19, 2009 • Kommentar schreiben

12-15.09. Zurück aus dem Urlaub und hinein in den Stress. Noch knapp anderthalb Wochen bis zu meiner Ausreise nach Ungarn. Kaum genug Zeit, um all das zu regeln und zu erledigen, was die ungeliebte To-Do-Liste bereit hält. Zunächst aber zum Ausreiseseminar in Northeim bei Hannover. Northeim ist eine ziemlich kleine Stadt, das sich größtenteils dadurch auszeichnet, das es eine Bar, einen menschenleeren Bahnhof und ein Jugendgästehaus gibt. Das Jugendhostel ist wirklich super – das Essen sehr lecker. Die Bar war dagegen ziemlich teuer. Was hat man sich nun unter einem obligatorischen Ausreiseseminar vorzustellen. Diese Frage stellte ich mir bei meiner Anreise auch. Letztendlich stellte es sich heraus, dass es um ganz verschiedene Themen, aber hauptsächlich um die mentale Vorbereitung für den Freiwilligendienst ging. Wie verhalte ich mich, wenn es in der WG Zoff gibt, wenn ein Klient ausfallend wird? Natürlich ging es aber auch um die Versicherung, das EVS an sich, die Träger, Europa und unsere Gastländer. Klasse war unsere Truppe aus 21 Freiwilligen. Erstaunlicherweise gab es keine Gruppenbildung. Abends haben wir zumeist noch etwas gemeinsam gemacht und das obwohl der Arbeitstag stets extrem lang war. Von morgens um 9 bis etwa 21 Uhr abends. Das fast ohne Pause. War ziemlich anstrengend. Im Großen und Ganzen fühle ich mich jetzt dafür aber gut vorbereitet. Sozusagen der letzte Schliff;)…Jetzt geht’s weiter mit der To-do Liste. Am Do. möchte ich noch eine Abschiedsfeier geben und muss dafür noch einiges vorbereiten. Auch muss ich noch packen. Werde dann also Mal schleunigst weitermachen=)